Pferdezahnpflege

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Behandlung

Behandlung bzw. Zahnkontrolle durch wen und warum…

Mit dieser Hilfestellung soll ein Laie ein paar sachdienliche Informationen erhalten, um Leistung und Qualität eines Pferde-Dentisten oder auch Tierarztes zu beurteilen.

Untersuchung:

Vor der Untersuchung steht ein Gespräch mit dem Besitzer.Die Untersuchung beginnt außen am Kopf: Kiefergelenk, Mahlgeräusche, Form und Länge der Schneidezähne.Die Untersuchung erfolgt nicht nur per Auge, sondern auch durch Abtasten der Zähne bis zum letzten Backenzahn - es gibt einiges, dass kann man nicht sehen, aber sehr wohl fühlen (z.B. blinde Wolfszähne oder gesplitterte Zähne).

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Zahnbehandlung früher und heute...

Vor ca. 50 Jahren hatte man die Bedeutung regelmäßiger und professioneller Untersuchung und Behandlung des Pferdegebisses schon erkannt. Prof. Dr. Erwin Becker hat damals erstaunliche Techniken und Behandlungsmethoden mit hochentwickelten Werkzeugen eingeführt.

Er erkannte damals, dass Pferde mit gesunden Zähnen eine etwa 10 bis 20 % bessere Futterverwertung haben, was bei der damals sehr hohen Pferdepopulation eine große Bedeutung hatte; besonders vor dem Hintergrund der Ernährung der deutschen Bevölkerung zu Kriegszeiten

Nach dem Krieg erhielt das Automobil Einzug und die Pferdepopulation ging drastisch zurück und somit ging das erworbene Wissen der Pferdezahnmedizin in den Jahren verloren. Die Bedeutung des Pferdes wandelte sich vom Fortbewegungs- und Transportmittel zum Sportgerät.

Aufgrund dieser Entwicklung haben sich die Reiter und Tierärzte verstärkt auf Pferdebeine und auf die Leistungsfähigkeit konzentriert und der frühere Behandlungsstandard von Pferdezähnen wurde nicht wieder erreicht.

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Kontrolle der Zähne im Laufe des Alters

Fohlenalter bis 1 1/2 Jahren

Schon im Fohlenalter muss auf eine korrekte Zahnstellung geachtet werden. Es empfiehlt sich im Abstand von 6 Monaten auf die Backenzähne bzw. deren Zahnspitzen zu schauen und gegebenenfalls herunterzuraspeln.

Junge Pferde, 2-5 Jahre

In diesem Zeitabschnitt von 3 Jahren steht neben der Ausbildung des Pferdes auch das Wechseln der Zähne vom Milchzahngebiss (24 Zähne) - in das adulte Gebiss (36 -44 Zähne) an.

Die auftretenden Zahnprobleme sind z.B.:

  • persistierende Milchzähne
  • aseptische Zahnfachentzündungen
  • Aufweitung des Zahnfaches im Bereich der Zahnwurzel,
  • asymmetrische Kauflächen infolge asynchronen Zahnwechsel
  • Wolfszähne und Zahnspitzen, die zu Schleimhautverletzungen führen können
  • etc..

Entgegen der Erfahrung und dem Wissen der Probleme werden diese jungen Pferde dem Tierarzt bzw. Horse - Dentisten nur selten vorgestellt, da sich immer noch immer die Aussage „junge Pferde haben angeblich nie Zahnprobleme“ hält.

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